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Schlafprobleme sind häufig Ausdruck für einen Entwicklungssprung.

Eine weit verbreitete Annahme, dass ein Baby spätestens mit sechs Monaten durchschläft, entspricht leider nicht der Realität.
Die Schlafentwicklung der Babys verläuft nämlich keineswegs linear. So stellen viele Eltern fest, dass Babys, obwohl sie schon mehrere Stunden nachts am Stück geschlafen haben, wieder häufiger nachts wach werden.
Dieses Verhalten ist kein Hinweis auf eine falsche Erziehung, sondern Anzeichen für einen Entwicklungssprung. T. Berry Barzelton spricht von sogenannten touchpoints, das heißt kritischen Meilensteinen in der frühkindlichen Entwicklung und den damit verbundenen möglichen Störungen des Familiensystems. Dazu gehört auch das vermehrte nächtliche Aufwachen zwischen dem achten und zwölften Monat 1.
Wenn Sie als Eltern darauf vorbereitet sind und diese ganz normalen Veränderungen richtig interpretieren, können Sie besser mit dieser Situation umgehen. Mit vermehrter Zuwendung und Körperkontakt zwischen Eltern und Kind unterstützen Sie Ihr Kind in dieser Entwicklungsphase.

1)    Brazelton TB, in: Brish KH, Hellbrügge Th (Hrsg): Der Säugling – Bindung, Neurobiologie und Gene, Klett-Cotta 2008