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Spazierengehen mit dem Baby

Für die Stärkung des Immunsystems und eine gute Entwicklung ist der tägliche Spaziergang hervorragend geeignet. Mama und Baby bekommen viel frische Luft und durch die Bewegung findet die Mutter so langsam auch wieder ihre eigenen körperlichen Grenzen. In der langen Zeit der Schwangerschaft verändert sich der Körper; Muskulatur und Bewegungsapparat werden durch Gewichtszunahme und Hormone beeinflusst. Nach der Schwangerschaft tut Bewegung nicht nur gut, sie fördert auch die Rückbildung.

Die Dauer der Spaziergänge hängt nicht nur von Wetter und Baby ab, auch die Wöchnerin muss fit und kräftig genug für einen Ausflug sein. Jede Mutter sollte ihre Wochenbettzeit genießen, weshalb auch die Ausfahrten mit dem Kinderwagen nur dann durchgeführt werden sollten, wenn sie gut in den Tagesablauf passen. Starre Zeiten sind im Wochenbett nicht förderlich und setzen die kleine Familie unnötig unter Druck. Wie lange und wie oft die Ausflüge stattfinden, bestimmen somit die Kondition der Mutter, die zur Verfügung stehende Zeit und natürlich das Wetter. Eine halbe Stunde bis zu einer Stunde sind zu Beginn ausreichend, dürfen aber je nach Lust und Laune verlängert werden. 

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Bei trockenem Wetter steht einem Spaziergang nichts im Wege, selbst bei Minusgraden. Das Baby liegt schließlich warm und weich gebettet im Kinderwagen. Bei Nebel, Regen, Wind oder gar Sturm gehen Eltern ungern mit den Kleinen spazieren, aber in manchen Fällen lässt sich ein kurzer Aufenthalt im Freien trotzdem nicht vermeiden. Dann sollte das Baby windgeschützt angezogen sein, im Kinderwagen ist es auch vor Regen sicher. Selbst bei kurzen Wegen – beispielsweise beim Transport des Babys zum Auto – sollte immer darauf geachtet werden, dass das Kind dem Wetter nicht schutzlos ausgesetzt ist, sondern immer Wind- und Regenschutz vorhanden ist. Viele Hersteller von Kinderwagen und Babytragen bieten passende Hauben an, allerdings gibt es auch universal passende Überwürfe, die deutlich günstiger zu erwerben sind. Klein zusammengefaltet passt dieser Wetterschutz sogar in die Wickeltasche oder in das Ablagefach des Wagens oder der Trage, um bei Bedarf stets griffbereit zu sein.

In einigen Kulturen sollen Neugeborene und ihre Mütter in den ersten vierzig Tagen nicht vor die Haustür gehen. Oft sind es die älteren Generationen, die sich darüber empören, wenn junge Familienbereits in den ersten Tagen nach der Geburt im Freien spazieren gehen.

Die Frage, ob und bei welchem Wetter die Familie das schützende Zuhause verlässt, stellt sich tatsächlich nur beim ersten Kind. Sind schon ältere Geschwister in der Familie, werden diese z.B. zum Kindergarten oder in die Schule begleitet. Und da das Baby nicht alleine zu Hause bleiben sollte, muss es mit. Der alte Spruch: ‚Es gibt kein schlechtes Wetter, es gibt nur falsche Kleidung‘ ist tatsächlich nicht unwahr. Richtig verpackt und geschützt vor Wind und Wetter sind unsere Kleinen widerstandsfähiger als wir ihnen manchmal zutrauen.