Babynahrung

In den ersten sechs Monaten ist Muttermilch die beste Nahrung für Säuglinge. Danach kann langsam mit der Beikost begonnen werden. Doch was ist das Beste für mein Kind: Brei kaufen oder selbst kochen? Und wann ist der optimale Zeitpunkt, um mit der Beikost zu beginnen?

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Muttermilch

Die Muttermilch versorgt Ihr Kind in den ersten Monaten mit allem, was es zum Wachsen und Gedeihen braucht. Das Stillen hat einige Vorteile: Die Milch ist immer frisch und hat die perfekte Temperatur, außerdem dient sie als Immunschutz für Ihr Kind, sodass damit beispielsweise Allergien und Krankheiten vorgebeugt werden kann.

Industrielle Säuglingsnahrung

Industriell hergestellte Säuglingsnahrung gibt es jede Menge. Um für Ihr Kind den bestmöglichen Ersatz zur Muttermilch zu gewährleisten, unterliegt die Qualität dieser Nahrung strengen Auflagen. Die „Pre-“, „Start-“ und „1er“-Nahrung ist in erster Linie für Neugeborene konzipiert und kann von der Geburt bis zum sechsten Lebensmonat verwendet werden. Danach wechselt man zur „2er-“ und „3er“-Folgemilch, die besonders auf die Bedürfnisse von Kindern ab dem siebten Monat abgestimmt ist.
Für Kinder, die zu Allergien neigen, gibt es spezielle HA-Nahrungen (HA=Hypo-Allergen). Dabei werden die Milcheiweiße so weit gespalten, dass der Darm sie nicht mehr als diese erkennt. Wichtig bei der Zubereitung ist, sich strikt an die Vorgaben auf der Packung zu halten.

Beikost

Zwischen dem fünften und siebten Monat kann man mit dem Übergang von Milchnahrung zu Brei beginnen. Fangen Sie mit der Beikost an, wenn Sie merken, dass Ihr Kind Interesse an Ihrem Essen zeigt. Früher sollte man nicht mit der Beikost starten, da die Verdauungsorgane noch nicht genug entwickelt sind, um die Nahrung richtig zu verdauen. Nehmen Sie sich Zeit und haben Sie Geduld: Kinder müssen das Essen vom Löffel oder das Trinken aus der Tasse erst lernen.

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Brei selber kochen oder kaufen?

Natürlich ist es einfacher, in den Laden zu gehen und Gläschen zu kaufen, die man lange aufbewahren kann und immer griffbereit hat. Selber kochen ist jedoch nicht nur gesünder für Ihr Kind, sondern auch preiswerter. Saisonales Gemüse, welches so wenig wie möglich mit Pestiziden belastet ist, eignet sich am besten für eine abwechslungsreiche und gesunde Ernährung. Beim Zubereiten größerer Mengen Babybreis können Sie einen Teil der Portionen einfach einfrieren und bei Bedarf wieder auftauen. Dabei wissen Sie auch immer genau, was alles im Brei drin ist. Industriell zubereitete Babynahrung bietet dagegen wenig Abwechslung, da diese mit Zusätzen, künstlichen Vitaminen, Salz oder Süßungsmitteln (z.B. Trauben oder Birnendicksaft) versetzt wird und somit zwar immer gleich bleibende Qualität gewährleistet, jedoch auch immer den gleichen Geschmack hat. Ihr Kind ist glücklicherweise noch kein Feinschmecker und so müssen Sie kein Profikoch sein, um einen leckeren Brei herzustellen. Allerdings freut sich das Kind über Abwechslung und das Kennenlernen unterschiedlicher Nahrungsmittel und Geschmacksrichtungen.

Wie fange ich mit der Beikost an?

Der Zeitpunkt mit der Beikost anzufangen, ist am besten zwischen zwei Mahlzeiten, wenn Ihr Kind nicht richtig hungrig und nicht richtig satt ist. Die Mittagszeit beispielsweise, wenn Ihr Kind wach und aufmerksam ist, bietet die optimale Gelegenheit, Neues kennenzulernen. Fangen Sie mit einer kleinen Menge (2-3 Löffel) an und steigern Sie diese langsam, bis Ihr Kind merkt, dass es auch vom Brei satt werden kann. So wird die Milchmahlzeit, die anfänglich kurz nach der Breimahlzeit stattfand, immer mehr nach hinten verschoben, bis sie irgendwann komplett durch die Breimahlzeit ersetzt wird.

Buchtipp: "Lotta lernt Essen“ von Edith Gätjen

Quellen:
„Lotta lernt Essen“ von Edith Gätjen
„Die Hebammensprechstunde“ von Ingeborg Stadelmann

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