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Babys in ihrem Element – Baden, Duschen oder Planschen.

Das Baden von Babys muss der Sauberkeit wegen nicht oft stattfinden. Kleinkinder unter sechs Monaten machen sich nicht schmutzig und müssen daher auch nicht täglich baden.

Babys, die gerne baden und sich im Wasser besonders wohlfühlen oder entspannen, soll das tägliche Bad aber auch nicht vorenthalten werden. Jedoch sind dies keine reinigenden Pflegeprozeduren, sondern Bäder, die dem Wohlbefinden dienen.

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Wasser ist zum Waschen da

Die Wahl des Badezusatzes fällt bei der Vielfalt der angepriesenen Produkte nicht leicht. Schaumbäder sind nicht angebracht, da synthetische Schaumbildner und waschaktive Substanzen den noch unterentwickelten Fett- und Säureschutzmantel der Haut angreifen.

Als Badezusätze eignen sich Öle wie Rose und Lavendel, die zuvor mit Sahne, Milch oder Kleie emulgiert wurden. Jedes Pflanzenöl oder Olivenöl eignet sich ebenso. Eine gute Alternative zu Öl ist ein Esslöffel frisch gemahlener Weizen mit einem guten Schuss Trinkmolke, die man ins Badewasser gibt.

Älteres Kind, andere Reinigung

Bei älteren Säuglingen, Krabbel- und Kleinkindern sieht es mit der Reinigung anders aus: Krabbelkinder, die ohne Unterlass über den Fußboden robben, kriechen oder krabbeln, die bei gutem Wetter im Freien unterwegs sind und Finger und Nase überall dort haben, wo besorgte Eltern sie nicht gerne sehen, sollten einer „abendlichen Vollreinigung“ unterzogen werden. Nichts wäre dann verkehrter als die kleinen Schmutzfinken in warmes Seifenwasser zu setzen. Die durch das Bad aufgeweichte Haut nimmt eventuelle Schadstoffe umso leichter auf. Eine warme Dusche, die den Schmutz sofort wegwäscht, ist einem Vollbad immer vorzuziehen.

Eventuellen Verschmutzungen, die sich mit klarem Wasser nicht entfernen lassen, kann mit einfacher Babyseife zu Leibe gerückt werden. Babyseifen sind deshalb vorzuziehen, weil sie eine rückfettende Wirkung haben und im Allgemeinen weniger parfümiert sind. Nach der reinigenden Dusche können die kleinen Wasserratten dann noch ein ausgedehntes Bad in oben genannter Form (Öl, Kleie usw.) nehmen. Denn trotz aller Vorsicht darf der Spaß am Wasser nicht zu kurz kommen.

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Die Pflege nach dem Wasserspaß

Eine unsinnige Pflegemaßnahme ist es, nach jedem Bad sämtliche Hautfalten sowie Finger- und Zehenzwischenräume sorgfältig abzutrocknen oder gar zu pudern. Solche Prozeduren sind überflüssig, man lässt sein Baby lieber ein wenig unbekleidet im warmen Zimmer strampeln. Danach sollten die Kleinen immer in Unterwäsche gekleidet werden, die in der Lage ist, Feuchtigkeit aufzunehmen. Das Eincremen nach dem Bad ist nicht notwendig, genauso wenig wie spezielle Lotionen für den Körper und das Gesicht.

Wenn die Haut während des Badens nicht ausgelaugt und der Fettmantel nicht zerstört wurde, pflegt die normale Haut sich selbst. Fett von außen benötigt sie nur, wenn sie angegriffen ist. Dann eignen sich zur Pflege nach dem Bad die obengenannten Öle. Mit warmen eingeölten Händen wird behutsam der kleine Körper gestreichelt und massiert. Dies dient dann natürlich nicht nur der Körperpflege, sondern entspannt den Knirps noch zusätzlich.