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Wieviel Spucken ist normal?

Ein weitverbreitetes Phänomen bei Säuglingen ist das Spucken direkt nach oder auch zwischen den Mahlzeiten. Hin und wieder trinken die Kleinen sehr hastig und viel, um anschließend den Milchüberschuss wieder auszuspucken. Ein weiterer Grund kann sein, dass das Verdauungssystem bei vielen Kindern in den ersten Monaten noch nicht voll entwickelt ist.

Häufiges Spucken muss kein Grund zur Sorge sein, solange Ihr Baby gut gedeiht und wächst, eine rosige Hautfarbe hat, bewegungsaktiv ist und sich zusehends altersgerecht entwickelt.

Sie erkennen eine gute Gewichtszunahme daran, dass Ihr Baby in den ersten drei Monaten pro Woche etwa 110 bis 250 Gramm zunimmt. Sowohl bei den Vorsorgeuntersuchungen durch den Kinderarzt als auch bei den Wochenbettbesuchen durch die Hebamme wird in den ersten Lebensmonaten regelmäßig das Gewicht kontrolliert. Falls Sie selbst das Gewicht des Kindes kontrollieren wollen, haben viele Apotheken Babywaagen zum Ausleihen vorrätig.

Ihr Baby sollte in den ersten Lebenswochen mindestens sechs bis acht mal pro Tag trinken und vier bis sechs nasse Windeln pro Tag haben. Der Urin sollte hell und geruchlos sein.

Hilfreich kann sein, das Baby nach jedem Trinken aufstoßen zu lassen oder es unmittelbar nach der Mahlzeit noch etwas aufrechter zu halten, bevor es wieder flach hingelegt wird. Sorgen Sie dafür, dass das Köpfchen Ihres Kindes im Bett frei beweglich sein kann und nehmen Sie Ihr Baby aus dem Bettchen und halten es so, dass die Milch aus dem Mund ablaufen kann, wenn Sie hören, dass es spuckt.

Häufig nimmt das Spucken nach drei bis fünf Monaten ab und hört dann mit der Umstellung auf feste Nahrung ganz auf. Falls Sie dennoch den Verdacht haben, dass sich das Baby nicht gesund entwickelt, mehr spuckt als trinkt, Fieber entwickelt oder akut große Mengen erbricht, suchen Sie zeitnah Ihren Kinderarzt auf. Hin und wieder kann auch ein Magen-Darm-Infekt für vermehrtes Spucken verantwortlich sein, so dass Ihr Kind zügig behandelt werden muss.