Störungen der Verdauungsorgane bei Kindern

Was kann ich gegen Blähungen meines Babys tun?

Stillen oder füttern Sie in ruhiger Atmosphäre. Halten Sie Ihr Baby in einer möglichst aufrechten statt in liegender Position und lassen Sie es fertig trinken. Wenn Sie den Stillvorgang unterbrechen, schluckt es mehr Luft, was zu Verdauungsproblemen führen kann. Das Wichtigste: Um Blähungen zu reduzieren, sollte das Baby nach dem Stillen ein Bäuerchen machen. Die geeignete Zeit für das Bäuerchen ist am Ende der Mahlzeit. Nur bei Kindern, die zu hastig trinken, kann es sinnvoll sein, sie auch zwischendurch aufstoßen zu lassen.

Wenn das Baby die Brust bekommt, ist zu beachten, dass alles, was die Mütter während des Stillens zu sich nehmen, auch in die Muttermilch übergeht. Alkohol und Tabak sind selbstverständlich tabu. Häufig reagiert das Baby auf blähende Gemüsesorten wie Kohl, Blau- und Weißkraut, Brokkoli, Hülsenfrüchte, Zwiebeln, Bohnen, Erbsen, Kohlrabi und Knoblauch. Auch Hefeteig, Pizza und fettreiche Fleischsorten sowie Steinobst können zu einer verstärkten Gasproduktion führen. Da die Säuglinge ganz unterschiedlich reagieren können, muss man sich an die Bedürfnisse des Babys herantasten und die „mütterliche“ Ernährung während der Stillzeit entsprechend anpassen.

Bei Flaschenkindern ist darauf zu achten, dass der Sauger eine altersgerechte Größe besitzt und zur Nahrung passt. Die Flasche sollte nicht geschüttelt werden, um unnötige Schaumbildung zu vermeiden. Beim Trinken sollte die Flasche so geneigt werden, dass das Baby nur Milch und keine Luft einsaugt.

Besonders wohl fühlen sich Babys im „Fliegergriff“. Dabei wird das Kind mit dem Bauch nach unten auf den Unterarm gelegt. Der Kopf des Säuglings ruht dabei entweder in der Hand oder in der Armbeuge.

Bei den Kleinen kann zudem die Gabe kleiner Mengen Tee zwischen den Mahlzeiten gegen Blähungen helfen. Bewährt haben sich zuckerfreier Kümmel- und Fencheltee.

Wie bringe ich mein Baby dazu, ein Bäuerchen zu machen?

Es gibt verschiedene Methoden, die Eltern anwenden können, dem Baby ein Bäuerchen zu entlocken oder das Aufstoßen zu erleichtern. Durch sanftes Klopfen auf den Rücken oder eine sanfte Bauchmassage löst sich die Luft und kann entweichen. Bei der klassischen „Bäuerchenposition“ nimmt die Mutter oder der Vater das Kind in die Armbeuge, sodass der Kopf über der Schulter liegt. Mit dem anderen Arm kann man nun den Rücken reiben und beklopfen.

Bei einigen Babys ist dagegen eine aufrechte Sitzposition besser geeignet. Das Baby sitzt auf dem elterlichen Schoß mit dem Rücken zur Mutter bzw. zum Vater. Ein Arm umschließt das Kind. Nun wird der Oberkörper des Babys leicht nach vorn geneigt. Auch hier bietet sich das zusätzliche Klopfen oder sanfte Reiben der Rückenpartie als hilfreiche Unterstützung an.

Wenn das Baby auch nach einiger Zeit immer noch keine Anstalten für ein Bäuerchen macht, kann das heißen, dass es auch nicht aufzustoßen braucht. Nur wenn es sich sichtlich unwohl fühlt, sollte man es weiter versuchen. Babys, die sich bereits selbst aufrichten können, bedürfen keiner elterlichen Unterstützung, da sie sich selbst in eine geeignete Position bringen.