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Begriffswelt Husten

Asthma, Bronchitis, Krupphusten und vieles mehr. Die wichtigsten Begriffe zum Thema Erkältung/Husten und was sie im Detail bedeuten, haben wir für Babys und Kinder zusammengestellt.

 

 

Asthma

Asthma – die häufigste chronische Erkrankung im Kindesalter. Die Atemwege reagieren überempfindlich auf eigentlich harmlose Stoffe und sind ständig entzündet. An Asthma sollte man bei einem anfallsartigen Reizhusten denken, wenn besonders nachts und am frühen Morgen hartnäckiger Schleim produziert wird, der sich schlecht abhusten lässt. Insbesondere wenn sich der Husten an kühler Luft, beim Toben und Spielen verschlimmert und das Kind über Atemnot und ein Druck- oder Engegefühl im Brustkorb klagt, besteht der Verdacht auf Asthma.

Bakterieller Infekt

Bakterieller Infekt – durch Bakterien verursachte Erkrankungen. Bei Erkältungskrankheiten oft eine Komplikation von viralen Infekten: Im Verlauf einer banalen Erkältung kann sich, da das Immunsystem geschwächt ist, zusätzlich eine bakterielle Infektion (nicht nur der Atemwege) entwickeln, die man an einem gelb-grünlichen Auswurf erkennen kann.

Bronchitis

Bronchitis – eine akute Bronchitis ist eine sehr häufige Erkrankung bei Kindern. Sie wird meist von Viren verursacht und schließt sich häufig an Entzündungen des Nasen-Rachen-Raumes an. Die Bronchitis äußert sich als zunächst trockener Reizhusten, der Tage später in das Aushusten von eitrigen Sekreten übergeht, die hochansteckend sind. Eine akute Bronchitis klingt normalerweise nach etwa zwei Wochen ab.

Echte Grippe

Echte Grippe (Influenza) – ein heiserer, trockener Husten, der von Gelenk- und Muskelschmerzen sowie hohem Fieber begleitet wird, spricht für eine echte Grippe. Eine Ansteckungsgefahr besteht in der Regel noch drei bis fünf Tage nach dem Ausbruch der Erkrankung. Kinder können das Grippevirus sogar bis zu sieben Tage nach dem Auftreten der ersten Symptome weitergeben.

Erkältung

Erkältung – bis zu acht Infekte pro Jahr gelten bei Kindern als normal. In der Regel ist eine Erkältung harmlos und klingt nach ein bis zwei Wochen ab. Ist der Auswurf gelb-grün und entwickelt das Kind Fieber, sollte man einen Arzt aufsuchen.

Keuchhusten

Keuchhusten (Pertussis) – bei sich wiederholenden Hustenanfällen, wenn das Kind manchmal bis zu 20-mal stakkatoartig in einem Anfall keuchend hustet, handelt es sich um Keuchhusten. Bei Babys im ersten Lebensjahr tritt die typische "juchzende" Einatmung nicht auf, stattdessen drohen Atemstillstände, deshalb sofort den Kinderarzt hinzuziehen. Die deutsche Impfkommission STIKO empfiehlt die Impfung gegen Keuchhusten im Alter von acht Wochen.

Krupphusten

Krupphusten (Pseudokrupp) – eine Erkrankung der oberen Atemwege im Bereich der Stimmbänder, die bei Kindern zwischen sechs Monaten und drei Jahren wiederholt auftreten kann. Durch einen Virusinfekt schwellen die Schleimhäute beim Kind an, und es kommt zu Hustenanfällen, die typischerweise an einen bellenden Seehund erinnern. Fieber, Atemnot, Herzklopfen, Halsschmerzen und ein unnatürliches Geräusch beim Einatmen können weitere Anzeichen sein. Ein Krupphustenanfall kann durch feuchte, kühle Luft gelindert werden. Lassen Sie notfalls die Dusche im Badezimmer laufen und setzen Sie sich mit dem Kind daneben.

Viraler Infekt

Viraler Infekt – die meisten Erkältungserkrankungen sind auf eine virale Infektion zurückzuführen. Andere Hinweise können sein, wenn der Husten tagsüber fast weg ist, aber nachts zurückkommt. Die Nase ist zudem verstopft, und die Kinder leiden nachts unter Atemnot. Der Auswurf ist meist weißlich.

Vormilch

Vormilch (Colostrum) – die erste Muttermilch, die bereits vor der Entbindung gebildet wird. Sie wird auch als „erste Schutzimpfung“ des Säuglings bezeichnet, denn sie enthält eine hohe Anzahl an Immunstoffen und stärkt die Abwehr des Säuglings vom ersten Schluck an. Mit der Vormilch nimmt das Neugeborene zudem Antikörper auf, die helfen, Krankheitserreger erfolgreich abzuwehren. Bereits nach 18 bis 36 Stunden verändert sich die Zusammensetzung der Milch, und die Schutzwirkung nimmt ab. Im Gegensatz zur reifen Muttermilch ist der Zucker- und Fettanteil der Vormilch relativ gering. Auf diese Weise wird der Verdauungstrakt des Neugeborenen nicht überlastet.